Wissen

Steinkunde

Erfahren Sie in unserer kleinen Steinkunde alles Wissenswerte über die von uns eingesetzten Edelsteinarten. Von ihrer Herkunft über kleine Geschichten bis hin zu einigen physikalischen Informationen versuchen wir Ihnen etwas über die Steine näher zu bringen, ohne dabei den Anspruch der Vollständigkeit zu erfüllen. 

Gerne könne Sie mit uns in unserem Geschäft mehr über unsere Steine plaudern und Ihnen dann auch zahlreiche Beispiele zeigen. Kommen Sie uns besuchen, wir freuen uns …

steinkunde linie
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ACHAT

Das auffälligste Merkmal des Achats ist seine streifige Zeichnung, die er durch eine rhythmische Kristallisation erhält. Diese Besonderheit gibt ihm nicht nur seine aufregende Schönheit sondern leider auch die Spaltunfähigkeit. Das bedeutet, dass er sich nicht kontrolliert Spalten lässt, was seine Bearbeitung etwas einschränkt. Er gehört zur Mineralklasse der Quarze und hat eine Moshärte von 7 (der Diamant besitzt die Moshärte 10).

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AMETHYST

Alle Weintrinker aufgepasst: Der Name dieses in der Regel violett leuchtenden Steines stammt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa dem Rausche entgegenwirkend. Ob er hält, was der Name verspricht, ließe sich vermutlich nur im Selbstversuch heraus bekommen. Seine wunderbare Färbung und das intensive Leuchten ist allerdings wohl jedem geläufig. Er gehört zur Klasse der Oxide, besitzt eine Moshärte von 7 und verhält sich in der Bearbeitung (Bruch) spröde.

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AMMOLIT

Der zumeist aus den USA (Rocky Mountains) stammende Ammolit gilt als seltenster organischer, opaleszierender Edelstein. Durch seine in aller Regel geringe Dicke (unter einem Millimeter) ist er nicht für alle Schmuckanwendungen geeignet. Die plättchenartige Form ist abhängig von der Enstehungsbasis des Ammolit. Hierbei handelt es sich um die Perlmutschicht des Ammoliten. Die Moshärte des Steins liegt zwischen 4,5 und 5,5.

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APATIT

Als Apatit wird eine in zahlreichen Formen und Farben aufkommende Gruppe Mineralien bezeichnet. Oft werden Steine dieser Gruppe mit anderen Steinen, wie Topas oder Beryll verwechselt. Vermutlich daher kommt auch die altgriechische Bezeichnung Apatit, die übersetzt etwa Täuschung bedeutet. Die Moshärte dieser Klasse liegt bei 5.

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AQUAMARIN

Der Aquamarin ist ein verbreiteter und begehrter Schmuckstein. Besonders die tiefblaue Färbung ist beliebt. Allerdings kommt diese nicht sonderlich oft vor und wird daher mittels Brennen um etwa 450° Celsius „gefärbt“. Diese Färbung ist jedoch nicht beständig und wird durch Sonnenlicht oder punktuelle Bestrahlung beeinflusst. Die Moshärte liegt zwischen 7,5 und 8.

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BERGKRISTALL

Von Bergkristall spricht man, wenn ein Quarz groß ausgebildete Kristalle besitzt. Meist sind diese klar, transparent und farblos. Sein Vorkommen ist groß und er wird neben der Verwendung als Schmuckstein in vielen anderen Bereichen eingesetzt (Quarzglas, Fussböden und Elektroakustik, nur um einige zu nennen). Seine Moshärte ist 7.

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BERYLL

Häufig und groß – aus der Klasse der Germanate und Silikate stammende Beryll bildet tatsächlich sehr große Kristalle aus. Die bekanntesten waren bis zu 18 Meter groß und etwa 180 Tonnen schwer. Die bekanntesten Beryll-Verietäten sind der Smaragd und der Aquamarin. Die Moshärte liegt zwischen 7,5 und 8.

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Chrysopras

Der unter anderem aus Polen stammende Chrysopras gilt als beliebter aber auch empfindlicher Schmuckstein. Seine von apfel- bis smaragdgrüne Färbung kann durch das Altern und durch Wärme verblassen. Durch feuchte Lagerung kann dieser Prozess aufgehalten und manchmal auch rückgängig gemacht werden. Seine Moshärte ist 6,5 bis 7.

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citrin

Die gelbe Färbung des Citrin macht seine Namensherkunft – aus dem Lateinischen Citrus = Zitrone – oft sehr deutlich. Die Färbung kann aber je nach Herkunft von blass-grün-gelb bis zu braun-orange variieren. Diese unterschiedlichen Färbungen sind abhängig von der unterschiedlichen Art und Menge der submikroskopische Einschlüsse von Eisenoxid oder Eisenhydroxid. Er ist eine Varietät des Quarzes und besitzt eine Moshärte von 7.

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Disthen

Eigentlich wird dieses Mineral als Kysanit bezeichnet aber auch Cyanit, Disthen oder Sapparit genannt. Es gehört zu der Mineralklasse der Silikate und Germanate. Die prismatischen bis tafelartigen Kristalle haben eine fantastische blau-weisse Färbung. Diese Färbung kann aufgrund von Fehlern im Gitteraufbau diverse andere Töne aufweisen, wie z. B. blauviolette, grünliche bis bräunliche und ganz selten rote. Die Moshärte ist mit 4,5 bis 7 sehr breit gefächert.

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Fluorit

Unter ordentlichen Bergmännern wird dieser Stein Flusspat genannt. Diese Bezeichnung geht nicht auf den möglichen Fundort zurück sondern auf eines der Einsatzgebiete des Minerals: die Metallverarbeitung. Im Jahre 1824 entdeckte man die fluoreszierende Wirkung unter UV-Licht. Der Entdecker dieses Phänomens – Friedrich Mohs – ist auch Namensgeber der Mohshärteskala, auf der sich dieser Stein bei 4 einreiht.

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Granat

Sie liegen richtig, wenn sie denken, dass der Name dieses Minerals unmittelbar mit dem Granatapfel zu tun hat. Da Granat oft in Form von Kernen mit roter Färbung auftaucht, aber auch Farbtöne des Fruchtkörpers und der Blüte aufweist, führte dies wohl zu seiner Namensgebung. Aber er kann auch in zahlreiche Variationen in der Farbe und Form gefunden werden. Er ist einer der bekanntesten Schmucksteine und wird in diesem Bereich schon seit der Antike eingesetzt. Einer seiner Spitznamen ist Edelstein des kleinen Mannes. Seine Moshärte von 6,5 bis 7 macht ihn als Schmuckstein hochinteressant.

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HESSONIT

Hessonit ist eine Varietät von Grossular aus der Klasse der Granate. Sein Farbton reicht von orangerot bis hyazinthrot, die Moshärte beträgt 6,5 bis 7. Frühere und heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnungen waren Zimtstein und Karneelstein. Seine jetzige Bezeichnung beruht den geringeren Wert zum echten Hyazinth – Hesson = geringer.